Insgesamt war die Konferenz zu „Gender, Frieden und Sicherheit“ eine vielfältige und anregende Tagung. Die TeilnehmerInnen nahmen die Chance wahr, Positionen und Konzepte von ExpertInnen kritisch zu reflektieren und Netzwerke zu bilden. Dem wissenschaftlichen Diskurs wurde eine große Bedeutung beigemessen, da vor allem im deutschsprachigen Raum Gender als Analysekategorie immer noch stark marginalisiert wird. Die Beiträge aus der Praxis haben gezeigt, dass die Friedens- und Sicherheitspolitik immer noch eine Männerdomäne ist. Die gegenwärtigen Konfliktbewältigungsstrategien und die präventiven Maßnahmen berücksichtigen Geschlechterverhältnisse nur in geringerem Maße. Frauen sind bei den Entscheidungen über Konfliktprävention, Konfliktlösung oder bei Friedensverhandlungen kaum vertreten. Die Resolution 1325 wird immer noch nicht als wichtiges Instrument anerkannt. Eine nachhaltige und gerechte Friedens- und Sicherheitspolitik ist aber ohne eine Geschlechterperspektive nicht zu denken. Deshalb ist die tatsächliche Umsetzung der Resolution 1325 auf allen politischen Ebenen von großer Dringlichkeit. Umso wichtiger erscheint die Weiterführung der Diskussion zu Fragen der Umsetzung des Gender Mainstreamings im Bereich der Friedens- und Sicherheitspolitik, mit dem Ziel, die internationale Politik von hierarchischen Geschlechterrollen zu befreien.






